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ERNÄHRUNG UNSERE FELLNASEN
© Heike Themel
 
Das Thema Ernährung unserer Fellnasen stellt ein unerschöpfliches Thema dar. Täglich wird darüber gelesen und diskutiert und das Internet zu Rate gezogen. Wenn man ehrlich ist, gibt es so viele Futtersorten, dass man schon gar nicht mehr weiß was man überhaupt füttern soll und was ist wirklich gut für unsere Fellnasen.
 
Wenn man einmal die Futterwerbung betrachtet, so versprechen uns alle Hersteller dieser Produkte, selbstverständlich sind wir die Besten und hochwertigsten von allen und wir sorgen für ein langes gesundes Leben der Katzen.
 
Katzenhalter und Züchter erzählen bei Nachfrage immer, selbstverständlich nur das Beste für mein Tier und prompt bekommt man selbst Gewissensbisse wenn man an seine eigenen Vorräte denkt.
 
Man sinniert darüber nach, ob es wirklich das Beste ist was für unsere Katzingers bereit steht, nur weil es vielleicht unter 1 Euro kostet die Dose, selbstverständlich auch unter 100 gr. Bei Trockenfutter gestaltet es sich sehr ähnlich wie bei Nassfutter, nur wer Super-Duper-Mega-Premium füttert ist ein super guter Katzenhalter.
 
Gerne wird auf die Fütterungsgewohnheiten Einfluss genommen und man beginnt unweigerlich mit kleinen Experimenten bezüglich der Futtersorten. Die Verdauungsprobleme die danach kommen wie z.B. Durchfall und die Hautprobleme die kommen können lösen dann einen regelrechten Verwunderungshype aus:
 
Selbst wenn man dann wieder auf das alte Futter umstellt, ist es keine Seltenheit, das sich eine Darmentzündung gebildet hat, die durch unseren heißgeliebten und ach so günstigen Tierarzt behandelt werden muss.
 
Hierzu fällt mir ganz spontan Benebac Pulver ein das nach Gramm abgerechnet wird wie purer und feinster Goldstaub.
 
Der ständige Wechsel von Futter um immer auf den neuesten Stand zu sein führt auf Dauer nicht zu einer besseren Ernährung sondern eher zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Katzen was sich bis zu einer Nahrungsmittelallergie ausdehnen kann, die sich dann selbst auf das immer gefütterte Futter ausdehnen kann.
 
Wenn man einmal ein Nassfutter gefunden hat, das der Fellnase schmeckt und bekommt, und die Fellnasen haben weder Durchfall noch Erbrechen oder Hautprobleme, dann sollte man bei diesem Futter unbedingt bleiben.
 
Ein wichtiges Kriterium für die Fütterung von Trockenfutter ist, dass die Harnsteinbildung gesenkt wird, d.h. die Zusammensetzung des Trockenfutters muss so sein, das der PH - Wert im Harn reduziert wird bzw. bleibt und somit die Bildung von Harngries und Harnsteinen minimiert bis unterbunden wird.
 
Nichts desto trotz sollten die Nieren- und Harnstoffe im Blut bzw. im Urin kontrolliert werden, insbesondere bei Katzen die sich fast ausschließlich von Trockenfutter ernähren. Selbst bei den besten Trockenfuttersorten kann niemals 100% ausgeschlossen werden, dass die Katzen vor diesen Krankheiten verschont bleiben, zumal es so ist, dass Katzen dazu neigen sehr wenig zu trinken:
 
Was kann ich also noch gutes für meine Flauschnasen tun?
 
Als Abwechslung zur herkömmlichen Fütterungsmethode zwischen Trocken- und Nassfutter gibt es noch ein paar kleine "Schmankerl" die man dem Kampfschmuser durchaus servieren kann. Ab und an mal einen Sahnequark mit Eigelb verquirlt, erhöht die Power und führt genug Calcium zu.
 
Lecker Dosenfutter kann man noch zu einem Gourmetessen machen, wenn man z.B. Kabeljau oder Thunfisch im eigenen Saft ( bitte KEIN Öl ) oder Krabben und Reis zufügt.
 
Manche Katzen stehen unheimlich auf weich gekochte Kartoffeln, diese werden dann mit Leidenschaft vertilgt. Hüttenkäse in der "Geschmacksrichtung" Thunfisch ist auch ein beliebtes Leckerchen.
 
Rohes Rindfleisch, sofern die Katzen das gewöhnt sind und mögen, frisch gekauft in Würfel oder Streifen geschnitten ist nicht nur eine gesunde Ernährung sondern auch bekommt unser Taschentiger dadurch ein Stück "zurück zu den Wurzeln" denn es macht ja unheimlich Spass, das Tier zu erlegen und zu reißen. Diese Abwechslung erfreut das Katzenherz.
 
Viele Tierbesitzer sind dazu übergegangen zu BARFEN = Biologisch Artgerechte Roh Fütterung Dies ist die gesündeste Ernährung die es gibt, man denke bitte an Mäuse und ähnliches, jedoch nicht immer praktikabel, da man durchaus Vitamine ect. zusetzen muss und das ganze mit einem gewissen " Ekelfaktor" verbunden ist.
 
Taurin ist ein lebenswichtiger Bestandteil der Ernährung das unseren unbedingt verschafft werden soll. Wenn man sich also für Rohfütterung entscheidet, Taurin für Katzen jedoch essentiell ist, können wir folgende Lebensmittel anbieten:
Muscheln, Thunfisch, Austern, Lammfleisch, Rindfleisch, Huhn als Keule, Dorsch, Maus, Kalbfleisch, Putenkeule.
 
Allgemein gibt es zu Taurin zu sagen, dass es eine Beta-Aminoethansulfonsäure ist und trotzdem den Aminosäuren zugeordnet wird.
 
Taurin ist nicht proteinogen was so viel heißt wie "nicht Protein erzeugend" Taurin kommt in allen tierischen Geweben vor, jedoch niemals in Pflanzen, die Hauptquelle für Taurin ist das Essen.
 
Taurin ist ein wichtiger Bestandteil für zahlreiche Körperfunktionen wie z.B. Nervenfunktionen als inhibitorische Reizübertragung, es wirkt sich aus positiv auf die Stabilisierung der Nervenbahnen aus.
 
Es bewirkt, dass die Zellmembranen im Herzen, den Nerven und der Blutplättchen beruhigt und gestärkt werden. Ebenso hat Taurin eine sehr hohe Bedeutung für den Leberstoffwechsel, es kann durchaus freie Radikale binden und trägt sehr gut zur Entgiftung bei.
 
Der Fettstoffwechsel und die Gallensäure werden ebenfalls positiv beeinflusst von Taurin. Hier ist der Unterschied zu den Alleinfuttermitteln, wie der Name bereits kund tut, diese Alleinfuttermittel decken den gesamten Nährstoffbedarf der Katze ab und es wäre schwerwiegend und folgenreich, hier noch Zusätze hinzuzufügen.
 
© Heike Themel
 
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